01.09.2013

cSc 2013 – Same procedure as every year!

„Die hellen Tage behalte ich, die dunklen gebe ich dem Schicksal zurück“ (Zsuzsa Bank)

Der heutige Tag mit meiner 3. Teilnahme am cSc gehörte ganz bestimmt zu den hellen Tagen. Wieder einmal durfte ich mit Anna Appelbaum als Pilotin auf dem Tandem starten. Wie versprochen trafen die Appelbaums pünktlich um 9:00 Uhr bei mir ein. Auch Bianca kam wenig später vorbei, um meinen Faltrollstuhl zur Rennstrecke zu bringen. Ganz gemütlich machten Anna und ich uns auf den Weg zum Start. Herr Appelbaum folgte wenig später mit Siegfried Wirker. An ihr Rad wurde mein Liegerad angekoppelt, mit Niklas als Copiloten.

Anfangs war es zwar frisch, aber es sollte ein wunderschöner Tag werden. Unsere Faltrollstühle durften wir beim Stand der Graf-Recke-Stiftung abstellen. Ausgesprochen praktisch, denn so standen sie uns gleich nach dem Rennen zur Verfügung. Bevor es für uns im 2. Rennen um 11:30 Uhr losging, traf ich auf Anke, die mit ihrer Mutter zum Anfeuern gekommen war. Auch Ulrike fand mich in dem herrschenden Gewimmel, obwohl wir alle der Meinung waren, dass es im letzten Jahr voller war.
      
Am Wetter konnte es nicht liegen, denn das war perfekt. Aber noch sind Schulferien und außerdem fand auch in der Stadtmitte die große Schlemmermeile statt. Aber viele Freunde und Bekannte sind meiner Bitte, uns anzufeuern, gefolgt. Immer wieder entdeckte ich bekannte Gesichter am Rand der Strecke. Auch daheim wußte ich viele Menschen, die zwar selbst nicht an die Strecke kommen konnten, mir aber ganz fest die Daumen drückten. Und das hat offensichtlich gewirkt.
 
War mir zu Beginn des Rennens die Platzierung noch ziemlich wurscht, so spornten uns die Zurufe und Kommentare doch so an, dass wir wirklich unser Bestes gaben. Bei uns Frauen genügte dies sogar für den 1. Platz in unserer Klasse. Bei den Männern war die Konkurrenz größer und sie konnten nur Platz 6 erringen. Nach 11,5 km überquerten wir zum letzten Mal die Zielmarkierung und durften uns mit Wasser und frischem Obst erst einmal stärken. Ulrike hatte die ganze Zeit Fotos von uns aufgenommen, auf denen man meine Freude, dabei zu sein, richtig erkennen kann.

Monika Spielmann, Anna Appelbaum, Siegfried Wirker, Niklas und Wolfgang Appelbaum fahren auf zwei Dreiradtandems und einem angehängten Dreirad beim cSc 2013 mit.
 
Nach der Anstrengung folgte dann erst einmal eine lange genüssliche Verschnaufpause mit leckerem Essen. In diesem Jahr fiel das Durchkommen mit den Rollstühlen unseren Schiebern wesentlich leichter. Zwischen den einzelnen Buden waren die Durchgänge breiter und weniger Kabelstränge waren zu überwinden. Schnell hatten wir sogar einen für unsere Gruppe passenden Tisch gefunden. Die Wahl der Speisen fiel da schon schwerer. Denn das Angebot war vielfältig und verlockend. Nein, was ging es uns gut!

Während wir alles genießen konnten, zogen an uns nicht nur die Teilnehmer des nächsten Rennens, sondern auch die koreanischen Trommlerinnen vorüber.Bevor wir aber endgültig abschalten konnten, nahte schon der Termin der Siegerehrung.
 
Auch hier übernahm Ulrike das Fotografieren, sodass das gelungene Bild von unserem Team zustande kam. Es zeigt: Die Teilnehmer beim cSc sind wirklich bunt gemischt: jung neben alt, mit und ohne Handicap. Wirklich jeder ist hier willkommen und soll sich wohlfühlen.

Ein Gruppenfoto der drei Dreiradtandem-Teams vor der Siegerehrung
 
Tschüss bis zum nächsten cSc in Langenfeld am 7. September 2014!

Monika Spielmann


Das größte Glück dieser Erde ...

Das größte Glück dieser Erde ist, dass ich bald auf dem Rad sitzen werde! Im Kalender ist der 1. September sichtbar. Ich wache des morgens auf und mein erster Blick ist zum Himmel gerichtet auf der Suche, ob sich da oben nicht doch ein paar dicke Regenwolken eingenistet haben, die ich auf alle Fälle heut nicht gebrauchen kann. Heute ist nämlich der Tag, an dem vom cSc ein kleines Radrennen ausgetragen wird. Und da bin ich als Teilnehmer gemeldet und kann überhaupt keinen Regen gebrauchen, obwohl ich in meiner Marathonzeit auch meine 42 km bei vollen Regenschauern gestartet bin.

Dazu muss ich sagen, dass ich für dieses Rennen eine Neuigkeit eingeführt habe. Als ich nämlich nicht mehr aktiv gelaufen bin, wurde am Tage vor einem Lauf eine sogenannte Nudel-Party ausgeführt. Wie der Speiseplan aussah, weiß ich nicht. Auf alle Fälle wollte ich also auch sowas ähnliches fabrizieren und habe mir vom Pizza-Italiener eine Portion Spaghetti Bolognese bestellt. Da ich niemanden hatte, der mich hingefahren hätte, musste ich also die ganze Spaghetti-Ladung in meinem Zimmer vertilgen. Dazu muss ich sagen, dass ich in dieser Disziplin sehr wenig Ahnung und Erfahrung habe. So ging meine Nudel-Party total daneben und die Schreibtischplatte war mit Spaghetti-Stücken garniert. Noch dazu rutschte mir die gesamte mühsam auf die Gabel gerollte Masse wieder runter, noch bevor sie meinen Mund erreichte. Es waren also nicht allzu viel von den langen Nudeln, die zum Sattwerden gereicht haben. Wenn mir also durch die Nudeln geheimnisvolle Kräfte wachsen sollten, da muss ich wohl noch einige Zeit warten, bis sich die Wirkung zeigt.

Siegfried Wirker und Wolfgang Appelbaum auf dem Dreiradtandem mit Niklas auf dem angehängten Single-Dreirad dahinter

Bald hätte ich noch den Start verpasst, weil ich immer noch die verstreuten Spaghetti-Reste einfangen musste. Ich bin also, wie man so sagt, trockenen Fußes zum Startplatz gekommen. Den Startschuss musste man selbst loslassen und los ging das Renn-Spektakel in die 2,5-km-Runde.
Das Renngefährt ist eine Art Tandem, nur da sitzt man nicht hinter- sondern nebeneinander. Mit diesem Rad fahre ich alle 4 Wochen eine Stunde lang durch die Gegend. Ich finde, dass mir die Bewegung gut tut. Mein Ziel ist es ja, einmal in ferner Zukunft und ohne Rollstuhl laufen zu können. (Auch ohne Nudel-Party!) Wir haben also eine Runde nach der anderen gedreht, bis wir aus dem Rennen genommen wurden. Dabei ist zu sagen, dass uns am Wegesrand einige Heimbewohner des HEWAG-Seniorenstifts lautstark unterstützt haben, so dass uns die Durchfahrt immer einen kleinen Antrieb verschafft hat. Dies wirkte auf alle Fälle besser als so ein paar verstreute Nudeln.

Zum Schluss musste noch für das leibliche Wohl gesorgt werden. Ich hatte mich auf echten ungarischen Gulasch gefreut, jedoch war dieser schon ausverkauft. Hätten wir also etwas schneller fahren müssen. Trotzdem haben wir noch etwas zwischen die Zähne bekommen. Auch wenn sie gewackelt haben.

Dann also bis zum nächsten Mal!

Siegfried Wirker

Siegfried Wirker und Wolfgang Appelbaum auf dem Dreiradtandem nach der Zieldurchfahrt






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