20.04.2012

Zur Kirschblüte nach Japan

Wer hätte noch nie vom Kirschblütenfest in Japan geträumt?
Träume und Visionen können wahr werden, wenn man nur fest genug daran glaubt und dem Glück die Tür öffnet, wenn es dann endlich anklopft. Und wer würde mir, einer linksseitig gelähmten Rollstuhlfahrerin aus Langenfeld, eher dabei helfen, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen? Natürlich, dies kann nur das Ehepaar Appelbaum im Rahmen des begleiteten Fahrradfahrens. Und so machten wir uns heute von Langenfeld aus auf den Weg nach Japan.

Das geht doch nicht, werden nun die meisten denken. Und natürlich führte uns unsere Tour nicht wirklich bis dorthin, aber ein wenig japanischen Flair und die zugehörige Atmosphäre wollten wir für uns entdecken. Und wo kann man diese geballter finden als im momentanen Blütenmeer des Japanischen Gartens in Leverkusen?

Nun liegt Leverkusen ja nicht gleich um die Ecke. Mehr als 40 km waren an diesem Morgen zu bewältigen, wollten wir unser Ziel erreichen. Wegen der Länge des Weges starteten wir deshalb schon ganz früh. Noch ließ sich die versprochene Sonne nur erahnen und ich war froh um meine wärmende Kleidung.

Das erste Wegstück führte uns über ideal zu befahrende Wege am Rhein entlang bis zur „Wacht am Rhein“. Da unser Ziel ein Teil des Bayer-eigenen Carl-Duisberg-Parks ist, ließ sich der Chempark nicht ganz vermeiden. Und so umrundeten wir zwar nicht das Kreuz des Südens, aber das im Tageslicht eher unscheinbare Bayerkreuz. Wie oft hat es mir in der Vergangenheit den Weg nach Hause gezeigt. Ist es doch von der Autobahn aus schon von weitem zu sehen. Fast 25 Jahre habe ich in Leverkusen gearbeitet. Viel hat sich seither verändert, aber meine Erinnerung täuschte mich nicht, und das von mir gewünschte Ziel beeindruckte auch Herrn Appelbaum. So lassen wir uns Chemie gerne gefallen.

Neben den wunderschönen optischen Eindrücken kamen aber auch die anderen Sinnesorgane nicht zu kurz: Die Ohren vernahmen das Jubilieren der Vögel und das Rauschen eines kleinen Wasserfalls. Unsere Haut nahm dankbar die Sonnenstrahlen auf, die dafür sorgten, dass die natürliche Farbenpracht noch intensiver leuchtete.

Frau Spielmann auf dem Dreiradtandem unter einem rosa blühenden Kirschbaum im Japanischen Garten in Leverkusen

Zu einer ausgiebigen Pause in dieser idyllischen Umgebung reichte leider die Zeit nicht mehr. Ein paar Apfelspalten und Möhrenstücke mussten genügen und spendeten uns die Energie für den Heimweg. Natürlich konnten Herr Appelbaum und ich es auch heute nicht lassen und schwelgten mal wieder in Zukunftsvisionen. Eine ganze Flotte von Fahrradtandems soll irgendwann allen Menschen mit Handicap die Möglichkeit zur Teilnahme bieten. Wir konnten sie schon ganz deutlich vor uns sehen:

Das Dreiradtandem spiegelt sich in den Scheiben eines halbrunden Gebäudes und erzeugt so den Eindruck einer ganzen Gruppe von Dreiradtandems - unsere Zukunftsvision

Es war wieder einmal ein wunderschöner Ausflug für mich, den ich dankbar in meine Erinnerungen aufnehme. Ich freue mich schon jetzt auf die nächste Tour!

(Monika Spielmann)



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