04.01.2012

Endlich wieder

Es scheint eine kleine Ewigkeit her zu sein, dass ich mit dem Ehepaar Appelbaum im Rahmen des begleiteten Fahrradfahrens unterwegs war. Bedingt durch meinen Umzug, die Weihnachtsfeiertage, das schlechte Wetter und der notwendigen OP von Herrn Appelbaum mit anschließender „Schonzeit“, war an einen Ausflug mit dem Rad einfach nicht zu denken.

Da ich meine neue Umgebung noch nicht so gut kenne, überlasse ich die heutige Planung vollkommen Herrn Appelbaum. Den ganzen frühen Morgen hoffe ich nur, dass uns das Wetter keinen Strich durch die Rechnung machen wird. Vielversprechend sieht es draußen nicht gerade aus: windig, grau und trübe mit einer niedrig hängenden Wolkendecke. Doch wir trotzen dick vermummt den Unbilden des Wetters, und wie schon so oft im vergangenen Jahr wird auch heute unser Optimismus belohnt. Beim Aufsteigen zeigt sich: Durch die lange Pause sind wir beide ein wenig aus der Übung. Doch endlich sind wir so weit und los geht’s in Richtung Monheim.

Schnell haben wir wieder zu einer harmonischen Bewegung gefunden, und voller Freude und Unternehmungslust folgen wir den Angaben des Navis. Wie sehr hat mir dieses Gefühl von Freiheit und Wohlbehagen in den letzten Wochen gefehlt: Von Tag zu Tag sehnte ich mich mehr nach einer frischen Brise und diesem Loslassen-Können von aller Anspannung. Nun bekomme ich es endlich wieder geboten. Ein viel zu früh blühender Baum vermittelt uns einen Eindruck vom kommenden Frühling.

Als Rollstuhlfahrerin würde ich gerne ganz auf den Winter und seine Tücken verzichten. Ihn mag ich nur noch in Form der im Stellarium Hochdahl vorgeführten Winterträume, die ich zusammen mit Frau Appelbaum an einem Abend im Dezember erleben durfte.

Doch nun genieße ich so richtig das Hier und Jetzt. Einzelne Sonnenstrahlen wagen sich hervor. Auch wenn sie zum Wärmen noch nicht die richtige Kraft haben, so frieren wir selbst bei kräftigem Gegenwind nicht, sondern freuen uns über die Farbe, die sie uns schenken. Während eines kurzen Stopps lassen wir uns die von Frau Appelbaum eingepackten Weihnachtskekse schmecken. Besser kann es mir einfach nicht mehr gehen! Oder?

Die für diese Ausfahrt geplanten 3 Stunden vergehen wie im Fluge, und viel zu schnell müssen wir uns auf den Heimweg machen. Ob wir in diesem Jahr wirklich einmal einen mehrtägigen Ausflug unternehmen können? Da wäre ich wirklich gerne dabei.

Frau Spielmann genießt auf dem Dreiradtandem am Rhein die ersten Sonnenstrahlen

Kommentar von Herrn Appelbaum zu meinen auf allen Fotos geschlossenen Augen: „Es sieht so aus, als hätten Sie mit geschlossenen Augen genossen. (Das habe ich zumindest sofort gedacht.)“ Und recht hat er!

(Monika Spielmann)



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